Grundlagen der Prävention & Gesundheitsförderung

Grundlagen der Gesundheitsförderung

Unter der Frage ”Was bedeutet Gesundheit und wie kann Gesundheit hergestellt werden?” orientieren wir uns an den Prinzipien der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Charta heißt es unter anderem: ”Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt, dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben.“ Dies zeigt, dass Kindertagesstätten ein wesentliches Arbeitsfeld für Gesundheitsförderung sind.


Hier erfahren Sie in einem Erklärfilm mehr über den Prozess und die Bedeutung der Gesundheitsförderung in der Kita.


Die folgende Auflistung bietet Basisinformationen zu gängigen Begriffen im Themenfeld der Gesundheitsförderung. Sie soll zum einem zu einem erweiterten Verständnis des Ausgangsbegriffs „Gesundheitsförderung“ beitragen und auf Zusammenhänge zwischen den einzelnen Begriffen aufmerksam machen. Zum anderen sind es Methoden und Instrumente, die auch im Rahmen der „Gesundheitsförderung in Kitas" genutzt werden. Einige der hier vorgestellten Methoden sind multifunktional. So können zum Beispiel Gesundheitszirkel als auch Zukunftswerkstätten sowohl zur Analyse der Ausgangssituation und zur Planung als auch zur Evaluation von präventiven beziehungsweise gesundheitsfördernden Maßnahmen genutzt werden.


  • Fokusgruppe

    Eine Fokusgruppe ist eine spezielle Form der moderierten Gruppendiskussion, bei der die Mitwirkenden ihre Erfahrungen und Ideen zu einem bestimmten Thema beziehungsweise Problembereich einbringen. Ziel der Diskussion ist es, in kurzer Zeit möglichst viele unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven eines spezifischen Themas zu erörtern. Ein weiteres Merkmal der Methode ist ihr mitarbeiterorientierter und partizipativer Ansatz. Fokusgruppen ermöglichen zudem die schnelle und effiziente Bearbeitung von komplexen Aufgabenstellungen und können in verschieden Phasen eines Prozesses durchgeführt werden. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements können Fokusgruppen zur Diagnose und auch als Interventionsmethode zum Einsatz kommen.  


  • Gefährdungsbeurteilung

    Mit Inkrafttreten des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) 1996, ist der Arbeitgeber verpflichtet, alle gesundheitsrelevanten Arbeitsbedingungen bezüglich einer möglichen Gefährdung zu beurteilen, zu dokumentieren und abzustellen bzw. zu verhindern. Ziel ist es, aus diesen Dokumentationen und Beurteilungen, Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes abzuleiten sowie durchzuführen und diese hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu überprüfen. 

    Eine besondere Herausforderung stellen die Analyse und die Beurteilung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz dar. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat eine Check-Liste zur „Online-Gefährdungsbeurteilung für Kindertagesstätten“ bereitgestellt. (www.bgw-online.de).  Download


     


  • Gesundheitliche Chancengleichheit

    Studien belegen, dass soziale Benachteiligung ungleiche Gesundheitschancen erzeugt. Bei sozial Benachteiligten summieren sich von Geburt an, größere Gesundheitsbelastungen durch schlechtere Lebensbedingungen und riskanteres Gesundheitsverhalten. Die sozialen Unterschiede wirken sich umfassend, von Belastungen und Ressourcen über Verhaltensweisen bis hin zur Versorgung, auf die gesundheitliche Lage aus. 


    Die wichtigsten Aspekte für die Messung sozialer Ungleichheit in modernen Gesellschaften sind der materielle Wohlstand, die Bildung und die berufliche Stellung und damit verbunden das Prestige. 


    Im Rahmen der Gesundheitsförderung geht es darum allen Menschen - unabhängig vom Bildungsstand, Berufsstatus und Einkommen - die gleichen Chancen zu ermöglichen, ihre Gesundheit zu erhalten bzw. gesund zu werden. 


    Den Kindertageseinrichtungen als erste Ebene des Bildungssystems kommt eine besondere Bedeutung zu. Zum einen werden hier Kinder in einem Alter erreicht, in dem negative gesundheitsschädigende Eigenschaften noch nicht aufgetreten bzw. noch nicht verfestigt sind und zum anderen kann hier am ehesten auf die gesundheitlichen Bedürfnisse von Kindern aller sozialer Lagen eingegangen und ein gesundheitsförderlicher Lebensraum geschaffen werden.


    (vgl. gesundheitliche-chancengleichheit.de)

  • Gesundheitsförderung (health promotion)

    Gesundheitsförderung steht für einen komplexen sozialen und politischen Prozess. Er umfasst die Verbesserung von gesundheitsrelevanten Lebensweisen und Lebensbedingungen und nimmt dabei die ökonomischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Faktoren mit in den Blick.


    Ziel ist es, die Menschen zu befähigen, ihre Gesundheitspotentiale zu nutzen und zu aktivieren. Dabei wird an den Schutzfaktoren oder auch Ressourcen angesetzt, d. h., es werden die Handlungen als auch die Stärken, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Blick genommen wie z. B. Selbstwertgefühl, Problemlösungskompetenz und mehr, um die Gesundheit und das Wohlbefinden zu erhalten bzw. zu steigern. 


    Nachhaltig angelegte Gesundheitsförderungskonzepte verbessern nicht nur Gesundheit und Wohlbefinden aller in der Kita beteiligten Gruppen, sondern tragen auch zur Organisationsentwicklung und zur Qualitätsverbesserung bei. 


    (vgl. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention, Hrsg.: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2011)

  • Gesundheitsmanagement in der Kita – (BGM)

    In diesem Wort Gesundheitsmanagement stehen die Begriffe „Gesundheit“ und „Management“ eng zusammen. Das Ziel von Gesundheitsmanagement ist, durch das „Managen“ eine gesundheitsförderliche Lebenswelt zu schaffen. 


    Bezogen auf die Lebenswelt Kita, versteht man darunter auch die Entwicklung eins Gesamtkonzepts. Das heißt, die ganze Einrichtung wird mit ihren Strukturen, Rahmenbedingungen und Individuen - in den Blick genommen (vgl. Setting-Ansatz). Ziel ist eine systematische gesundheitsförderliche Gestaltung betrieblicher Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen. Dabei geht es auch um die Befähigung der Mitarbeiter*innen zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten. Die systematische Vorgehensweise folgt einem gewissen Handlungszyklus:

    • Diagnose (Ist-Analyse)
    • Zielsetzung 
    • Interventionsplanung (Auswahl von Zielen, Maßnahmen und Instrumenten)
    • Durchführung und Umsetzung der Maßnahme
    • Evaluation – IST- und Soll-Messung im Vergleich

    (vgl. Gesunde Kita für alle! Leitfaden zur Gesundheitsförderung im Setting Kindertagesstätte, 2015)


  • Gesundheitszirkel

    Gesundheitszirkel sind eine Form der innerbetrieblichen Kleingruppenarbeit. Die Teilnehmenden treffen sich in 5-8 Sitzungen, um über Belastungen am Arbeitsplatz zu sprechen, deren Ursachen zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Der Grundgedanke eines Gesundheitszirkels ist, die Arbeitsbelastungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu verordnen oder vorzugeben, sondern durch die Beschäftigten selbst zu bearbeiten. Gesundheitszirkel beruhen auf der Auffassung, dass die Beschäftigten die Expert*innen für ihren Arbeitsplatz sind. 

    Diese Methode ist ein weit verbreitetes und bewährtes Instrument zur Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation von Gesundheitsförderung im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Ob es zu einer erfolgreichen Implementierung der entwickelten Maßnahmen kommt, hängt entscheidend von der Bereitschaft und Offenheit der Kitaleitung und dem Träger ab.


  • Experteninterviews

    Ein Experteninterview ist ein Interview, bei dem Personen einer Einrichtung /eines Unternehmens in ihrer Eigenschaft als Expert*innen für ein bestimmtes Themengebiet befragt werden. Gegenstand des Interviews sind die Aufgaben beziehungsweise Tätigkeiten und das daraus hervorgehende Spezialwissen dieser Personen. Experteninterviews zeichnen sich durch eine offene Fragestruktur mit einem inhaltlich vorstrukturierten Ablauf aus. Experteninterviews werden im betrieblichen Gesundheitsmanagement sowohl im Kernprozess der Diagnose als auch bei der Evaluation eingesetzt.


  • Netzwerke

    Ein Netzwerk ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, Organisationen oder Einrichtungen, die sich zu einem gemeinsamen Anliegen oder Thema organisieren. 

    Die Netzwerkarbeit stellt im Rahmen der Gesundheitsförderung einen elementaren Bestandteil dar. Beispiele für solche Netzwerke sind: Netzwerk Kita & Gesundheit Niedersachsen, Netzwerk gesunde Organisation gestalten für Kita-Fachkräfte, Netzwerke gesundheitsfördernder Schulen u.a.. Die Netzwerkteilnehmenden bringen ihre Fähigkeiten ein und profitieren gleichermaßen von den Fähigkeiten und den Erfahrungen der anderen. Die Netzwerktreffen können somit Impulse geben, Prozesse anstoßen, Mut machen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, Ideen in die Kita und Schulen zu tragen, zum Nachdenken anregen, für Gesundheit sensibilisieren, aber auch vermitteln, wie lohnend es ist, miteinander vernetzt zu sein und sich untereinander auszutauschen, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen und nicht alleine zu sein. 


  • Onlinebefragung

    Eine Onlinebefragung ist eine Querschnittserhebung, die für eine Momentaufnahme sehr gute Ergebnisse liefern kann. Inhalte einer solchen Befragung können zum Beispiel Fragen zu den Arbeitsbedingungen, zum subjektiven Gesundheitszustand oder möglichen Unterstützungsbedarfen sein. 

    Das „Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Kitas“ hat in einer Umfrage folgende Themenschwerpunkte erfragt: „Gesundheitsförderung in der Kita – Was wird schon getan“, „Kinder mit Beeinträchtigungen oder chronischen Erkrankungen in der Kita“, „Zusammenarbeit mit Eltern stärken“ sowie "Kita, Klima und Gesundheit". Die Befragungsergebnisse sind auf der kogeki-Website unter "Befragungen" einsehbar.

  • Partizipation

    Partizipation ist mehr als nur eine Methode. Es erfordert die Beteiligung und Mitarbeit aller Gruppen in der Einrichtung. Eine erfolgreiche Beteiligung setzt auch Transparenz voraus. Diese Prinzipien sollten den Überzeugungen des Teams einer Einrichtung wie z. B. in einer Kita, wirklich entsprechen. Das erfordert einen Wechsel der Blickrichtung, Toleranz und eine neue Bewertung der eignen Arbeit. 


    Darüber hinaus sollten einem Kita-Team einige Methoden zur Umsetzung von Beteiligung wie z. B. Blitzbefragung, Kinderkonferenz und mehr bekannt sein. Ohne die Mitwirkung der verschiedenen Akteure im Setting (Kinder, Eltern, hauswirtschaftliches Personal etc.) können auch sehr gute Vorhaben scheitern, u. a. wenn sie nicht den aktuellen Bedarf treffen oder die Zielgruppe sich nicht angesprochen fühlt. Verhaltensänderungen können nur langfristig stabil sein, wenn sie mit den Bedürfnissen, Gewohnheiten und Werten der Betroffenen übereinstimmen und diese in den Alltag integriert werden. Partizipation bedeutet somit die Teilhabe und Mitbestimmung an allen sie betreffenden Entscheidungen und die Übernahme von Verantwortung.


    (vgl. Gesunde Kita für alle! Leitfaden zur Gesundheitsförderung im Setting Kindertagesstätte, 2015)

  • Prävention

    Prävention ist aus dem lateinischen „praevenire“ ableitbar und bedeutet so viel wie „zuvorkommen“‚ „verhüten“. Der Begriff der Vorbeugung wird hier sinngleich verwendet. Vorbeugende Maßnahmen trifft man zum Beispiel in den Bereichen der Suchtprävention (zum Beispiel Alkohol, Tabak und anderes), Gewaltprävention, Kriminalprävention und mehr.


    Ziel ist es, spezifische Risiken zu minimieren oder nach Möglichkeit völlig auszuschalten. Präventionsprogramme haben deshalb ihren Ausgangspunkt bei bestimmten Krankheiten, problembelasteten Situationen oder Störungen (wie z. B. Suchtprävention, Adipositas-Prävention aber auch Gewaltprävention usw.).


    Man unterscheidet dabei drei Formen der Prävention:

    • Primär Prävention: Hierzu zählen Maßnahmen, welche vor Auftreten einer Störung oder Situation ansetzen sollen, so dass aus einer zeitweiligen Krise kein dauerhaftes Problem entsteht.
    • Sekundär Prävention: Der Schwerpunkt liegt hier auf der Frühförderung und beispielsweise auf der Verhinderung generalisierter Lernschwierigkeiten, meist bei Kindern, die bereits auffällig geworden sind. Aus diesem Grund findet die „Sekundär Prävention“ häufig in Kindertageeinrichtungen und Grundschule (wie z.B. Schuleingangsuntersuchungen) ihren Einsatz zu Krankheits- bzw. Störungsfrüherkennung mit schneller Intervention. 
    • Tertiär Prävention: Hierbei handelt es sich um ein Eingreifen bei Beeinträchtigungen, die bereits existieren. Dabei spielen die Diagnostik, Beratung und Behandlung eine wesentliche Rolle. So kann es zum Beispiel ein Ziel sein, lernbeeinträchtige Kinder psychisch zu stabilisieren und zu rehabilitieren. Dabei steht die Verhütung und Vermeidung vor Folgebeeinträchtigungen mit im Blick. Die Situation der betroffenen Person soll nach Möglichkeit keine weitere Verschlechterung erfahren.

    (vgl. quint-essenz, 2018, online)

    (vgl. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention, Hrsg.: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2011)


  • Salutogenese-Modell

    Das Modell der Salutogenese wurde vom amerikanisch-israelischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) entwickelt. Er stellt die entscheidende Frage: „Was hält Menschen trotz Belastungen und kritischen Lebensereignissen gesund?“ Durch diese neue Blickrichtung, wurde die Gesundheit und nicht Krankheit ins Zentrum gerückt. 


    Gesundheit ist für Antonovsky eine dynamische Wechselwirkung zwischen belastenden und schützenden Faktoren. Somit muss Gesundheit durch die täglichen Herausforderungen immer wieder hergestellt bzw. erhalten werden. Daher wird „Gesundheit“ nicht als Zustand, sondern als Prozess verstanden. 


    Antonovsky prägte in diesem Zusammenhang den Begriff des „Kohärenzsinns“, der sich aus den Komponenten der „Verstehbarkeit“ (die alltäglichen Informationen und Situationen), der „Handhabbarkeit“ (die Überzeugung eines Menschen, dass Schwierigkeiten lösbar sind) und der „Sinnhaftigkeit“ (die sich auf Wichtigkeit bezieht, mit der ein Mensch sein Leben als sinnvoll empfindet.) zusammen. 


    Antonovsky’s Annahme war, dass ein ausgeprägter Kohärenzsinn dazu führt, dass Menschen flexibel auf Erfordernisse und Belastungen reagieren und entsprechende Ressourcen aktivieren können. Das Modell der Salutogenese hat den Blick auf die Schutzfaktoren und die Ressourcen von Menschen.


    (vgl. quint-essenz, 2018, online)

    (vgl. Leitbegriffe der Gesundheitsförderung und Prävention, Hrsg.: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2011)

  • Setting-Ansatz

    Der Begriff Setting lässt sich aus dem englisch für „Anordnung“, „Schauplatz“, ableiten. In der Gesundheitsförderung wird der Begriff im übertragenen Sinne für die spezifische Gestaltung von Bedingungen in einem bestimmten Zusammenhang eingesetzt.


    Settings oder Lebenswelten sind soziale Systeme, die einen starken Einfluss auf die Gesundheit ausüben und in denen zugleich die Bedingungen von Gesundheit gestaltet und beeinflusst werden können. Aus settingorientierter Perspektive erhalten die Rahmenbedingungen, unter denen Menschen leben, lernen, spielen und arbeiten, eine erhebliche Bedeutung. Sie sind für die Gesundheit des Menschen ebenso wichtig wie das Gesundheitsverhalten. 


    Eine settingorientierte Gesundheitsförderung in der Kindertageseinrichtung wendet sich an alle Akteure einer Einrichtung. Das heißt, neben den betreuten Mädchen und Jungen und ihren Eltern gehören auch die Beschäftigten des pädagogischen und nicht-pädagogischen Bereichs zu den Zielgruppen. 


    (vgl. Gesund aufwachsen in der Kita, 2015)

    (vgl. Settingansatz / Lebensweltansatz, Aktuelle Version doi: 10.17623/BZGA:224-i106-1.0, 2018)

  • Zukunftswerkstatt

    Eine Zukunftswerkstatt lässt sich überall dort einsetzen und durchführen, wo Menschen bzw. Gruppen für ein Probleme neue Ansätze und Ideen suchen. Sie ist eine Methode, die sich im Rahmen einer bestimmten Fragestellung, um Ideensammlungen, Problemlösungen und Zukunftsentwürfe bemüht. Andererseits kann eine Zukunftswerkstatt auch als eine Lern- oder Strategiewerkstatt bis hin zur Kommunikationswerkstatt genutzt werden. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sie für Teilnehmer*innen jeden Alters, also von Kindergartenkindern bis Senioren und jeden Bildungsstandes und besonders bei Gruppen, die wenig Erfahrung mit Prozessen der kreativen Entscheidungsfindung haben, geeignet ist. Die Durchführung bedarf einer genauen Vorbereitung und Betreuung durch eine geschulte Moderation.




Rechtliche Grundlagen

Präventionsgesetz

Durch das am 18.06.2015 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Präventionsgesetz werden den Krankenkassen jährlich sieben Euro pro Versicherten für die Präventionsarbeit zur Verfügung gestellt.  Dieses Mehr an Geld ist für einen verstärkten Ausbau der Leistungen von Krankenkassen im Bereich der lebensweltbezogenen Prävention, beispielsweise in Schulen, Kindergärten und Pflegeeinrichtungen und im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung bestimmt.

 

 


Infektionsschutzgesetz gilt auch für Kitas

Das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen hat den Zweck, übertragbare Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. In diesem Rahmen ist eine Mitwirkung und Zusammenarbeit unbedingt notwendig. Die Eigenverantwortung der Träger und Leitungen von Gemeinschaftseinrichtungen, Lebensmittelbetrieben sowie des Einzelnen bei der Prävention übertragbarer Krankheiten soll verdeutlicht und gefördert werden. (§ 1 Zweck des Infektionsschutzgesetz (IfSG) )

 

 


Webbasiertes Verfahren zur Beantragung einer Betriebserlaubnis
Bei  dem  webbasierten  Verfahren handelt es sich um die Anwendung "kita.web". Es ist eine  elektronische Umsetzung des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG), dass seit dem August 2002 angewendet wird. Die elektronische Anwendung ist seit dem Kindergartenjahr 2010/2011 aktiv. Sie unterstützt Sie bei der Beantragung von Betriebserlaubnissen und Finanzhilfe sowie bei der Erfüllung der Meldepflicht gemäß § 47 SGB VIII.

 

 


Das „kleine ABC“ – Anregungen, Beispiele und Chancen

Hier stellen wir Ihnen in Form von Videoclips wichtige Aspekte des „kleinen ABCs“ für eine erfolgreiche Gesundheitsförderung in der Kita vor. Die in den Videos erwähnten Literaturhinweise und Links können über das Kompetenzzentrum erfragt werden.

Die Videoclips enstanden im Sommer 2020 im Rahmen der geplanten Jahrestagung "Gesundheitsförderung in der Kita: Das kleine „ABC“ – Anregungen, Beispiele und Chancen", die aufgrund der Covid-19-Pandemie leider abgesagt werden musste.

Interview mit dem Niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne
Im Interview mit Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Kultusminister, bekommt Thomas Altgeld, Geschäftsführer der LVG & AFS Nds. e.V. Antworten auf die Fragen, wie wichtig das Handlungsfeld Gesundheit in der Kita ist, wie die pädagogischen Fachkräfte in diesem Kontext berücksichtigt werden und ob im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich das Thema Gesundheitsförderung ausreichend Platz findet.

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Interview mit Heike Sander von der BARMER Niedersachsen/Bremen
Angelika Maasberg, Leiterin des Kompetenzzentrums für Gesundheitsförderung in Kitas, bekommt im Interview mit Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER Niedersachsen/Bremen Antworten auf die Fragen, was das Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Kitas bedeutet, was eine gesundheitsfördernde Kita anders macht als andere Kitas und welche Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfestellungen wichtig und nötig sind, um Gesundheitsförderung umsetzen zu können und nachhaltig zu gestalten.

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Vortrag: Erfolgsfaktoren und Chancen für Gesundheitsförderung in der Kita
Herr Prof. Dr. Geene erläutert mit einer Powerpoint Präsentation die Erfolgsfaktoren und Chancen für Gesundheitsförderung in der Kita. In diesem Zusammenhang erklärt er unter anderem die Perspektive der Gesundheitsförderung in Kitas, die Bedeutung der Familie für ein gesundes Aufwachsen, Rechtsgrundlagen sowie mögliche Stolpersteine.

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Videoclip: Erfolgreich mit Eltern kommunizieren
Herr Gravelmann geht in seinem Kurzvideo „Erfolgreich mit Eltern kommunizieren“ auf wichtige Spezifika der Elterngespräche ein und erklärt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Elterngespräche gelingen können.

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Videoclip: Partizipation von Anfang an – Wir entscheiden mit
Der Referent Daniel Frömbgen vermittelt in dem Videoclip „Partizipation von Anfang an – Wir entscheiden mit“ Grundlagen der Partizipation und wie Partizipation als Aspekt der Gesundheitsförderung verstanden werden kann.

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Videoclip: Ich und wir im Team – Stressbewältigung im Kita-Alltag
In dem Beitrag „Ich und wir im Team – Stressbewältigung im Kita-Alltag berichtet Dr. Constanze Jakob über die Entstehung von Stress und welche unterschiedlichen Stresskompetenzen helfen können, Stress zu bewältigen.

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Videoclip: Psychische Gesundheit in der Kita und Krippe fördern
Herr Feyerabend erklärt in dem Video „Psychische Gesundheit in Kita und Krippe fördern“ am Beispiel der psychischen Erkrankung „Depression“, welche Symptome auftreten und wie Kinder gestärkt werden können, um psychische Gesundheit zu erhalten.

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Videoclip: Ich führ dich gesund, sagte der Bär – Gesund führen im Kontext Kita
In dem Video erklärt die Referentin Anja Pietsch, mit dem „positive Leadership“, geprägt durch den amerikanischen Psychologe Kim Cameron, wie positive Psychologie in Einrichtungen und in der Arbeitswelt gelebt werden kann. Am Beispiel „positive Beziehungen“ geht sie darauf ein, dass es wichtig ist, Netzwerke zu knüpfen und Mitarbeiter*innen mit ihren Stärken einzusetzen, so dass die Stärken gestärkt und gelebt werden.

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Studien zur Gesundheitsförderung in Kitas

Im Bereich Gesundheitsförderung in der Kita gibt es eine Vielzahl weiterführender Studien.

Eine Auswahl von passenden Themen und Publikationen sind nachfolgend dargestellt:


Geschlechtersensible Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder: Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzbarkeit

Geschlechtsunterschiede sollten in der Gesundheitsförderung und Prävention bereits im Kindesalter Berücksichtigung finden. Hierzu fehlen theoretisch fundierte Konzepte sowie Handlungsempfehlungen. Die Studie von Kreffter et al. ermittelt Empfehlungen von Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen, um Anbieter:innen bei geschlechtssensiblen, gesundheitsförderlichen und präventiven Maßnahmen für Kinder zu unterstützen. Dafür wurde ein mehrschnittiges qualitatives Vorgehen angewandt, um Erfahrungs- und Wissensbestände zu erfassen. Geschlussfolgert werden konnte, dass die Umsetzung von geschlechtersensibler Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern sowohl die politische als auch gesellschaftliche und individuelle Ebene berücksichtigen sollte.


Arbeits- und Gesundheitsschutz für pädagogische Fachkräfte in niedersächsischen KiTas (AGnEEs)

In der Untesuchung werden zunächst  Erkenntnisse über arbeitsbedingte und personenbezogene gesundheitshemmende und -förderliche Faktoren, denen pädagogische Fachkräfte in niedersächsischen Krippen unterschiedlicher Träger ausgesetzt sind, zusammengetragen. Davon ausgehend wird mit den pädagogischen Fachkräften unter Berücksichtigung des pädagogischen Konzepts ein innovatives, arbeitsplatzangepasstes und zielgruppenorientiertes Konzept zum präventiven, betrieblichen Gesundheitsmanagement entwickelt, in den teilnehmenden Einrichtungen implementiert und evaluiert. Es wird erwartet, dass sich durch die neuen Formen der Arbeits- und Ablauforganisation (= Organisationsinnovation), einrichtungsinterne Veränderungen im Arbeitsprozess (= Prozessinnovation) und durch veränderte situationsangepasste und verhaltensbezogene Arbeitspraktiken der pädagogischen Fachkräfte (= Sozialinnovation) eine verbesserte Gesundheit und Arbeitsqualität für die pädagogischen Fachkräfte entwickelt. Das Forschungsprojekt wird durch den „Europäischen Fond für regionale Entwicklung“ und dem Land Niedersachsen für die Projektlaufzeit vom 01.11.2016 – 30.10.2019 gefördert.


Früher Kita-Besuch beeinflusst Persönlichkeitseigenschaften bis ins Jugendalter

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zeigt in einer Studie, dass Jugendliche durchsetzungsfähiger und kommunikativer sind, wenn sie früher als andere eine Kita besuchen konnten. Untersucht wurden die längerfristigen Auswirkungen eines frühen Kita-Eintritts auf die Persönlichkeitseigenschaften im Jugendalter. Dazu haben die DIW-Bildungsökonom*innen Maximilian Bach, Josefine Koebe und Frauke Peter Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) mehr als 4.500 Neuntklässler*innen analysiert, die entweder ab 1997 oder 1998 eine Kita besuchten.


Wirksame Wege zur Verbesserung der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern aus Familien in prekären Lebenslagen

Verschiedene Studien zur Gesundheit, dem Bildungserfolg oder der Zufriedenheit von armutsgefährdeten Kindern und Jugendlichen in Deutschland, verdeutlichen, dass es bisher politisch und gesellschaftlich nicht ausreichend gelingt, die Lebenslagen von Kindern strukturell zu verbessern. Je länger Kinder in Armut aufwachsen und unter Teilhabeverlusten leiden, desto weitreichender sind die Langzeitfolgen für ihre Entwicklung. Die Studie der Heinrich-Böll-Stiftung und des Deutschen Kinderhilfswerkes knüpft hieran an und fordert eine bessere Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen, die häufig von materiellen Existenzsicherung vom Zusammenspiel individueller Faktoren, vom familiärem bzw. sozialem Umfeld und von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt. Um hier neue politische Handlungswege aufzuzeigen, wurde ein interdisziplinäres Expert*innen-Team beauftragt, Möglichkeiten vorzulegen, wie der Bund die sozialen Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern aus Familien in prekären Lebenslagen wirksam verbessern kann.


KiGGS-Daten zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Wie geht es den Kindern und Jugendlichen in Deutschland?

Die KiGGS-Studie ist eine bundesweit einmalige Studie des Robert Koch-Instituts, die Daten zur Gesund­heit und des Gesundheits­verhaltens von Heran­wachsenden erfasst. D ie ersten Ergebnisse der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS Welle 2 – 2014 bis 2017) sind in der Ausgabe 1/2018 des „Journal of Health Monitoring“ im März erschienen. Die Studie hat das Anliegen, dass repräsentative Aussagen über den Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten der heranwachsenden Generation getroffen werden können. Fragen, die in diesem Rahmen zum Tragen kommen sind z. B.: Wie hoch ist der Anteil der übergewichtigen oder adipösen Kinder und Jugendlichen? Ist dieser in den letzten 11 Jahren weiter angewachsen oder ist der Anstieg gestoppt? Wie hat sich die körperliche Aktivität entwickelt? Über all dem liegt die Frage: Wird es besser oder wird es schlechter? Zeigen Maßnahmen der Prävention bereits Ergebnisse? Derartige Trendaussagen können mit den bevölkerungsbezogenen Querschnittdaten getroffen werden .


STEGE-Studie

Die Studie zur "Strukturqualität und Erzieher*innengesundheit in Kindertageseinrichtungen" (von Prof. Dr. Susanne Viernickel und Prof. Dr. Anja Voss, Alice Salomon Hochschule in Berlin), hat den Einfluss der Rahmenbedingungen auf die Gesundheit der Pädagog*innen unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass der Beruf der Erzieher*in als gesundheitlich stark belastend gilt. Im Gesamtvergleich des Öffentlichen Dienstes sind krankheitsbedingte Ausfallzeiten von pädagogischen Fachkräften überdurchschnittlich hoch. Die Studie macht deutlich, dass strukturelle Verbesserungen dringend nötig sind.



Netzwerke

Die LVG & AFS Niedersachsen e. V. bietet Institutionen, Vereinen, Verbänden, Initiativen sowie Einzelpersonen ein Fachforum. Die Vernetzung ermöglicht einen Informationsaustausch, ein Zusammenführen von Ressourcen, das Mobilisieren von Unterstützung und die Koordinierung von Aktivitäten. Im Arbeitsschwerpunkt Kita organisiert die LVG & AFS Niedersachsen e. V. folgende Netzwerke:

Landesweites Netzwerk "Kita und Gesundheit Niedersachsen"

Für ganz Niedersachsen


Das Netzwerk bietet eine Plattform, die den Austausch von Erfahrungen und Informationen zum Schwerpunkt Kita und Gesundheit ermöglicht, um auch einen Beitrg zu mehr Chancengleichheit zu leisten. Vorrangiges Ziel ist es, Gesundheitsförderung in den Arbeits-, Lern- und Erlebnisraum von Kindertagesstätten zu integrieren und das Lebens- und Arbeitsfeld gesundheitsförderlich zu gestalten. Dabei sollen die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch von Pädagog*innen, Fachberatungen, Trägern, Eltern sowie weiteren Interessierten gefördert werden. Darüber hinaus möchte das Netzwerk gute Ideen transportieren und Kooperationen fördern.

Regionales Netzwerk "Gesunde Organisation gestalten für Kita-Fachkräfte"

Für Kreis Braunschweig


Das Netzwerk wird getragen durch den Braunschweigschen Gemeinde-Unfallversicherungsverband und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. . Es richtet sich an Kita-Leitungen, Stellvertreter*innen und Gesundheitsbeauftragte aus Kindertagesstätten. 


Ziel ist es, belastende Rahmenbedingungen in den Kindertageseinrichtungen unter die Lupe zu nehmen und Möglichkeiten zu entwickeln, wie ihnen begegnet werden kann. Dabei soll der Blick auf die Regionalität helfen, Ressourcen zu erschließen. Die Vernetzung soll helfen, die Zusammenarbeit sowie den fachlichen Austausch von Pädagog*innen und Kooperationspartner*innen vor Ort zu suchen und zu fördern. 

Datenbanken

Die hier aufgeführten Praxisdatenbanken bieten verschiedene Angebote die dazu dienen, qualitätsvolle Programme und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in Kindertageseinrichtungen zu unterstützen. Die Hinweise sind alphabeitsch sortiert und mit einer Verlinkung auf die entsprechende Webseiten versehen.

Dieses Informationsportal ist niedersachsenweit ausgerichtet und dient dazu, Kitas eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Recherche geeigneter Interventionen und Praxismaterialien zu ermöglichen.

Gesundheitliche Chancengleichheit – Praxisdatenbank
Die Praxisdatenbank bietet eine bundesweite Übersicht über Angebote und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in verschiedenen Lebenswelten, die sich insbesondere an Menschen in schwieriger sozialer Lage richten.

Kinder mit Fluchterfahrung sind in fast allen deutschen Kitas anzutreffen. Doch wie können Kitas diesen Kindern und ihren Eltern - die aus anderen Kulturen kommen und vielfach hochbelastende bis traumatisierende Erfahrungen gemacht haben - ein sicheres Ankommen im Hier und Jetzt ermöglichen und sie pädagogisch bestmöglich begleiten und unterstützen? Hilfestellung bietet hier die „Good Pratice-Datenbank“ des niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung. Mit entsprechenden Beispielen, Praxisansätzen, Konzepten und Hilfsmaterialien gibt sie konkrete Anregungen und Umsetzungsmöglichkeiten. 

Grüne Liste Prävention – CTC - Datenbank empfohlener Präventionsprogramme
Die vorliegende Datenbank bietet auf der Basis nachvollziehbarer Kriterien einen Überblick über empfehlenswerte Präventionsansätze in den Bereichen Familie, Schule, Kinder/Jugendliche und Nachbarschaft.

Die Weiterbildungsinitiative frühpädagogische Fachkräfte. Diese Datenbank stellt speziell Bachelor- und Master-Studiengänge der Früh- bzw. Kindheitspädagogik in Deutschland dar.  Die Suchfunktion ermöglicht, eine Auswahl nach verschiedenen Kriterien zu treffen. Kompakte Studiengangsprofile fassen Inhalt und Struktur jedes einzelnen Studiengangs zusammen. Die Datenbank bietet Informationen für jeden, der Früh- bzw. Kindheitspädagogik studieren möchte.

Materialien

Nachfolgend finden Sie Empfehlungen und Arbeitshilfen für den Kita-Alltag, die auch als Download zur Verfügung stehen.

Hier finden Sie weitere Hinweise zu Links und Materialien zu unserem Schwerpunkt "Kita, Klima und Gesundheit"



Gesundheitsförderung in der Kita!

Beispiele aus der Praxis
Mit der neuen Broschüre geben die ausgezeichneten Kitas des Wettbewerbs „Gute und Gesunde Kita für alle“ einen praxisnahen Einblick in ihre gesundheitsförderlichen Aktivitäten und stellen Highlights aus ihrem Alltag vor. Sie liefern Inspirationen für eine gesunde Kita, die zur Nachahmung anregen sollen. Neben den Gewinner-Kitas kommen auch Kooperationspartnerinnen und -partner zu Wort und erläutern, warum Gesundheitsförderung in Kitas für sie wichtig und unterstützenswert ist. Die Broschüre kann bei der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. in Printversion bestellt werden und steht als
Download zur Verfügung.



„Gesunde Kita für alle!“
Leitfaden zur Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten
Die Frage, ob wir krank werden oder gesund bleiben, entscheidet sich vor allem dort, wo wir wohnen, spielen, lernen oder arbeiten. Kindertagesstätten können schon früh gesundes Aufwachsen von Mädchen und Jungen beeinflussen und haben eine wichtige Schlüsselposition. Doch wie funktioniert Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten? Wie kann sie in den Kita-Alltag integriert werden? Der Handlungsleitfaden „Gesunde Kita für alle!“ zeigt, wie man dabei systematisch vorgehen kann. Er liefert Hintergrundtexte und eine Anleitung zur Umsetzung. Ziel ist, „Gesundheit“ unter Beteiligung von Kindern, Beschäftigten und Eltern zu einer Konstante im Kita-Alltag zu machen.
Die Broschüre steht als
Download zur Verfügung.

Fachkräfte-Curriculum

Gesund aufwachsen in der Kita – Zusammenarbeit mit Eltern stärken
Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung spielen in Kindertageseinrichtungen eine wichtige Rolle, denn Kinder können im Kita-Alltag vor allem im Spiel an eine gesunde Ernährung und an Bewegung herangeführt werden. Zur  Nachhaltigkeit der Aktivitäten trägt es bei, wenn der Transfer von Wissen und Fertigkeiten von der Kita in die Familie begleitet wird und Eltern aktiv an Maßnahmen zur Gesundheitsförderung beteiligt sind. Das Curriculum zur Qualifizierung von Kita-Fachkräften für die Zusammenarbeit mit Eltern in Themen der Gesundheitsförderung greift dies auf. Es baut auf den Ergebnissen eines Kooperationsprojekts der BZgA mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie Niedersachsen e. V., der Ev. Hochschule Freiburg und der Hochschule Neubrandenburg auf. Das Fachkräfte-Curriculum ist als Manual für Bildungseinrichtungen und Träger von Kindertageseinrichtungen konzipiert und zur Qualifizierung von Fachkräfte-Teams in Kitas gedacht.
Die Broschüre steht als
Download zur Verfügung.

Gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieher*innen fördern
– Ergebnisse und Materialien aus dem partizipativen Forschungsprojekt ElfE

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Eltern fragen Eltern“ (ElfE) der Alice-Salomon Hochschule Berlin wurde gemeinsam mit Kitafamilien zur Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit im Setting Kita geforscht. Eltern sind mit anderen Beteiligten (Wissenschaftler:innen sowie Fachkräften aus einem Familienzentrum und dem Kita-Bereich) der Frage nachgegangen, wie die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita-Fachkräften gestärkt werden kann. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus der partizipativen Forschung wurden praxisnah aufbereitet: Dazu gehören die Dialogkarten für gute Gespräche in der Kita unter dem Motto „Eltern, Erzieherinnen, Erzieher, Kinder: Wir wachsen zusammen", das Reflexionskartenset „Perspektivwechsel“ sowie der Handlungsleitfaden „partizipativ, kompakt, innovativ arbeiten“. Die Kartensets sollen einen Austausch und gegenseitige Wertschätzung in der Beziehung zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern unterstützen und können direkt in der Kita eingesetzt werden. Der Handlungsleitfaden zeigt praxisnah, wie partizipative Arbeitsformen in der Kita und in anderen Settings (z. B. Kommune, Familienzentren) umgesetzt werden können und möchte damit ermutigen, mehr Partizipation zu wagen! Die Materialien stehen kostenfrei als Download zur Verfügung. Bei weitergehendem Interesse oder Fragen können Sie sich an die Projektleitung Prof. Dr. Gesine Bär wenden.
Mehr erfahren


Organisationsentwicklung in Kitas – Beispiele gelungener Praxis 

Für Veränderungsprozesse in der Kita ist es wichtig, dass sowohl die Praxis, als auch der Träger an einer gemeinsamen Konzeption arbeiten. Mit der vorliegenden Broschüre hat die Autorin Cindy Mieth mit weiteren Kolleginnen der Universität Hildesheim einige Einrichtungen befragt und Kita-Porträts aus verschiedenen Bundesländern erstellt. Im Vergleich ist gut erkennbar, mit welchen Anforderungen Kitas konfrontiert sind. Weitere Antworten gibt es auf die Fragen: Welche Anlässe führen zu entscheidenden Veränderungen? Was läuft gut und welche Hindernisse gibt es? In der Broschüre sind die Antworten aus der Praxis präsentiert und so aufbereitet, dass sie für die Reflexion der Arbeit in Kitas genutzt werden können. Darüber hinaus geben sie Anregungen und Beispiele, die für eine Weiterentwicklung der eigenen Einrichtung genutzt werden können. Zugleich bilden sie einen Rahmen für allgemeine Prozesse der Organisationsentwicklung im Elementarbereich. 

Die Broschüre steht als Download zur Verfügung.

Wege zur WillkommensKITA – Arbeitsmaterialien für die Kita-Praxis

Kindertageseinrichtungen sind Orte frühkindlicher Bildung und bieten allen Kindern die Chance, gesellschaftlichen Zusammenhalt von Anfang an mitzuerleben und geflüchtete Kinder sowie deren Familien nachhaltig zu integrieren. Damit dies gut gelingen kann, brauchen Kita-Teams Unterstützung bei der Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen und Fragen: Wie gehen wir mit kultureller Vielfalt um? Was ermutigt geflüchtete Eltern, sich in den Kita-Alltag einzubringen? Und wie lassen sich Sprachhürden überwinden? Diesen Fragen widmet sich das Arbeitsmaterial der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Mit Hilfe der Publikation sollen Antworten gefunden und Reflektionen der eigenen Arbeit ermöglicht werden. 

Die Broschüre steht als Download zur Verfügung. 

Kindernotfall-App: Erste Hilfe bei Kindern

Wenn kleine Kinder ihre Umgebung erkunden, kann es schon mal zu leichteren Verletzungen oder sogar Unfällen kommen. Diese App bietet Informationen, Maßnahmen und Vorgehensweisen zu verschiedenen Erste-Hilfe-Situationen und sucht nach Kinder- und Jugendärzt*innen, Notfallambulanzen und Apotheken in der Nähe. Für den Ernstfall gibt es eine direkte und schnell anwählbare Notruffunktion. Interaktive Checklisten helfen dabei, Unfällen und Notsituationen vorzubeugen. Die Erste-Hilfe-App ist ein digitales Angebot der BARMER und der Johanniter und ist für alle, die mit Kindern zu tun haben. Die Kindernotfall-App ist kostenfrei für jeden erhältlich.
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Fachbeitrag "Gute und gesunde Kita für alle! - Kita-Qualität durch Gesundheitsförderung weiterentwickeln.

Vom 22.-24. März 2022 fand der Kongress Armut und Gesundheit in Berlin als Online-Veranstaltung statt. Unter diesem Link finden Sie die Dokumentation zum Fachbeitrag "Gute und gesunde Kita für alle! - Kita-Qualität durch Gesundheitsförderung weiterentwickeln", der gemeinsam mit der LVG&AFS Nds. e.V. und der BARMER Landesvertretung Niedersachsen/Bremen durchgeführt wurde.

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Praxishandreichung: Klimaanpassung und Klimaschutz in DRK-Kindertageseinrichtungen

Die Praxishandreichung wurde im Rahmen des Projektes „Klimaanpassung in der DRK-Kindertagesbetreuung“ (8/2021 – 10/2023) erarbeitet. Die Handreichung enthält Übungen, Methoden und Praxistipps für die pädagogische Arbeit mit Kindern, Hintergrundinformationen mit Vertiefungsthemen, Checklisten für den Einstieg sowie Hinweise auf Materialien.

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Links

In den nachfolgenden Rubriken sind die Hinweise alphabetisch sortiert und mit einem Link auf die entsprechenden Webseiten versehen. Die Listen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


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